Immunkraft © fotolia.de

Durchschnittlich zwei bis viermal im Jahr legen Erkältungen einen Erwachsenen lahm.

In der aktuellen Jahreszeit ist das Risiko dafür besonders hoch, aber nicht wegen der niedrigen Temperaturen, sondern eher wegen der Schwächung des Immunsystems. Man hält sich öfters in geschlossenen Räumen auf, geringe Luftfeuchtigkeit in beheizten Zimmern trocknet die Schleimhäute aus und schwächt damit zusätzlich die körpereigene Abwehr.

Kurz vor der Erkältungszeit will jeder sein Immunsystem auf Touren bringen. Die größte Chance, der Erkältungswelle zu entkommen, bietet daher eine Stärkung des körpereigenen Immunsystems.

Extrakte verschiedener Heilpflanzen, bakterielle Mittel, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente unterstützen die körpereigenen Abwehrkräfte.

Mittlerweile hat man auch die Wirkung vieler pflanzlicher Immunstimulanzien, welche oft sogar eine jahrhundertealte Tradition haben, auch wissenschaftlich nachgewiesen.

Aus unterschiedlichen Untersuchungen weiß man, dass verschiedene Immunstimulanzien in mehr oder minder starkem Maß vor allem stimulierende Effekte auf das unspezifische Immunsystem ausüben. Das bedeutet, dass vor allem Zellen des unspezifischen Immunsystems aktiviert und freigesetzt werden. Damit gelingt es, Baktereien und Viren zu schwächen oder sie direkt zu eliminieren.

Echinacea ist sicherlich das bekannteste pflanzliche Immunstimulanz. Schon die Indianer verwendeten den roten Sonnehut als Heilpflanze bei fieberhaften Erkrankungen und schlechter Wundheilung.

Roter Ginseng hat in der chinesischen Medizin eine lange Tradition. Dort ist die Wurzel schon lange dafür bekannt, die biologischen Prozesse im Körper regulierend auszugleichen.

Der Umekaloaboextrakt wird aus der Wurzel der südafrikanischen Kapland-Pelargonie gewonnen, der man immunmodulierende, antimikrobielle und auch schleimlösende Eigenschaften nachsagt.

Propolis enthält Flavonoide, die als Antioxidanzien wirken und somit die Immunantwort unterstützen.

Andere pflanzliche Immunstimulantien sind vor allem Hollunderextrakt, Eupatorium perfoliatum und Eleuterococcus senticous.

Das Spurenelement Zink regt das Immunsystem an und vermindert die Dauer und die Heftigkeit von Erkältungen.

Sicher wichtigstes Vitamin zur Stärkung des Immunsystems ist Ascorbinsäure. Inzwischen sind sich die Wissenschafter zwar darin einig, dass zusätzliches Vitamin C nicht vor Erkältung schützen, jedoch Dauer und Schwere der Infektion verringern können.
Gerade bei den ersten Symptomen einer herannahenden Erkältung kann Vitamin C daher die Abwehrkräfte möglichst schnell mobilisieren.

Zur Steigerung der Abwehrkräfte können auch Bakterienpräparate verwendet werden. Man versucht damit vor allem die Darmflora zu stärken und auf diese Weise das Immunsystem zu aktivieren.
Aber auch eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, Abhärtung durch Saunagänge und Stressvermeidung stärken unsere Abwehrkräfte.