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Weihrauch © fotolia.de

Weihrauch gehört zu den biblischen Pflanzen. Schon die drei Weisen aus dem Morgenland hatten neben Gold und Myrrhe auch Weihrauch als Geschenk für das neugeborene Jesuskind mit im Gepäck.

Seit dem Altertum wurde Weihrauch als kostbare Räuchersubstanz verwendet. Bis heute ist der aromatische Duft des verbrennenden Weihrauchharzes in der Kirche Ausdruck besonderer Festlichkeit.

Der Weihrauch wurde aber nicht nur für Kulthandlungen und religiöse Zwecke verwendet – auch seine reinigende und desinfiszierende Wirkung wurde erkannt und eingesetzt.

Weihrauch ist ein Harz aus der Baumrinde verschiedener Boswellia-Arten. Der Weihrauchbaum wächst zum Beispiel in den heißen staubtrockenen Wüsten Äthiopiens und in den trockenen bergigen Gebieten Indiens. Zur Gewinnung wird die Baumrinde angeritzt, worauf der Baum ein Harz ausscheidet, um diese Wunde zu verschließen. An der Luft erhärtet das Harz schnell, lässt sich dann leicht abnehmen und kommt als Weihrauch (Olibanum) in Form eines körnigen Materials in den Handel.

Weihrauch steht als Räucherstoff für Reinigung, Kraft und Energie. Sein Duftprofil ist voll, balsamisch, süß, mit frischer Harznote. Doch der Weihrauch hat mehr zu bieten als den bekannten angenehmen Duft, denn auch medizinische Wirkungen stecken im Harz des Weihrauchbaumes.

Weihrauch als Arznei

In der indischen Naturheilkunde Ayurveda wird Weihrauch schon seit 5000 Jahren eingesetzt. Das Trockenextrakt des Harzes wird Ölen, Pflastern und Pulvern beigemengt. In alten medizinischen Büchern wird die Heilkraft bei rheumatischen Erkrankungen, chronischer Bronchitis, Asthma, bei Darmentzündungen und Hauterkrankungen beschrieben. Durch westliche Studien wurde nun auch eindeutig belegt: Weihrauch greift aktiv in Entzündungsprozesse ein. Eindeutige Erfolge zeigen sich bei der Behandlung von Rheuma und entzündlichen Darmerkrankungen.

Entzündungshemmend bei Rheuma

Klinische Studien belegen, dass die im Weihrauch enthaltenen Boswelliasäuren Entzündungen hemmen, indem sie diejenigen Enzyme (Leukotriene) im Körper blockieren, die die entzündlichen Prozesse bei Rheuma in Gang setzen. Boswelliasäuren verhindern oder vermindern die Synthese der Botenstoffe, die Entstehung von Entzündungen wird gehemmt. Oft können durch Weihrauchgabe herkömmliche Schmerzmittel einge­spart werden. Die Behandlung ist nebenwirkungsarm. Eine Langzeiteinnahme ist notwendig, um einen Rückgang der Beschwerden zu erreichen. Boswellia verbessert das Allgemeinbefinden und lindert Rheumabeschwerden.