Schüssler Salze © fotolia.de

In den sonnenarmen Herbst-, Winter- und Frühjahrsmonaten treten vermehrt Infekte auf, die häufig mit einer verminderten Immun­abwehr zusammen­hängen.

Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten Menschen in unseren Breiten über keinen ausreichenden hohen Spiegel an Vitamin D verfügen. Vitamin D wird natürlicherweise in der Haut unter Einfluss von UVB Licht (Wellenlänge 280 – 315nm) aus Cholesterin gebildet. Dieses Wellenspektrum ist im mitteleuropäischen Raum nur im Sommer gegeben, von Oktober bis März wird das notwendige Licht-Spektrum durch die schräge Sonneneinstrahlung herausgefiltert. Dieser Sonnenmangel in unseren Breiten limitiert somit die Eigenproduktion von Vitamin D im Körper.

Weitere Ursachen für den schlechter werdenden Vitamin D-Status in der Bevölkerung sind zunehmender Sonnenschutz, weniger Aufenthalt im Freien, steigendes Lebensalter, aber auch ein erhöhter Body- Mass-Index (Übergewicht).

Vitamin D3 war bisher vor allem für seine unterstützende Wirkung im Bereich des Knochenstoffwechsels bekannt. In den letzten Jahren haben aber unzählige Studien die Wichtigkeit einer guten Vitamin D3-Versorgung für weitere Stoffwechselbereiche (Herz-Kreislauf- System, Bewegungsapparat, Psyche, Alterungsprozess, Immunsystem etc.) gezeigt.

Innerhalb des Immunsystems hat Vitamin D3 große Bedeutung. Vor allem wird durch dieses fettlösliche Vitamin die angeborene Immunität, die die Erstabwehr von Keimen darstellt, angekurbelt, aber auch die erworbene Immunität profitiert. Vitamin D3 aktiviert die Reaktion der weißen Blutkörperchen bei Infekten und hat wichtige Funktionen bei der Kontrolle des Zellwachstums. Es stellt sich immer mehr heraus, dass Vitamin D3 ein Immunmodulator ist: Ein schwaches Immunsystem wird angeregt, überschießende Reaktionen (wie bei Rheuma, Allergien etc.) werden vermieden.

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3 kann nachweislich die Häufigkeit von Atemwegserkrankungen bzw. grippalen Infekten vermindern. Für eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3 wird heute eine generelle Prophylaxe mit 200 – 400 I. E. pro Tag empfohlen (Bedarfsdeckung über die Ernährung). Eine sinnvolle Möglichkeit, einen erhöhten Bedarf zu decken, stellen Nahrungsergänzungspräparate aus der Apotheke dar.

Vitamin D ist ein unverzichtbarer Baustein, ein starker Partner an sonnenarmen Tagen, der viel Positives in unserem Körper bewirken kann.

Haben Sie gewusst...?

  • Durch Sonneneinstrahlung bildet sich Vitamin D in der Haut und wird dann in Leber sowie Niere in seine aktive Form Vitamin D3 (Cholecalciferol) umgewandelt
  • Häufige Anzeichen für ein Vitamin-D-Defizit sind Müdigkeit, depressive Verstimmung und Infekte der oberen Atemwege, aber auch Nachlassen der Muskelkraft
  • Idealerweise werden Vitamin D3 Tropfen oder Kapseln zu einer Mahlzeit eingenommen, da Vitamin D3 fettlöslich ist und dadurch besser aufgenommen wird